Nach einer Begrüßung durch die Personalratsvorsitzende Sabine Siegelin und einem kurzen Grußwort durch Stefan Kuen, Abteilungsdirektor des Bereichs Schulen an der Regierung von Oberfranken setzte das Schulleitungsteam der Giechburgschule Scheßlitz mit Jutta Endres und Sebastian Stiller mit einem mutmachenden Impulsreferat zu Ihrem schuleigenen Erziehungskonzept "Stärke statt Macht" einen ersten inhaltlichen Akzent. Seit vielen Jahren hat sich das Kollegium auf den Weg gemacht, mit diesem Konzept nach dem israelischen Bildungswissenschaftler Haim Omer das schulische Klima für ein wertschätzendes Miteinander von Lehrkräften, Schülern und Eltern zu verbessern. Im Zentrum dieses Konzepts, das keine Rezepte vermitteln, sondern Haltung stärken will, steht der Gedanke, ein starkes Wir-Gefühl zu entwickeln, aus dem gemeinsame Werthaltungen und ein wertschätzendes Miteinander entstehen kann.
Anschließend ging es beim Sachstandsbericht von Dr. Mück-Rönsch, Abteilungsleiter Förderschulen eher wieder um die schnöden derzeitigen Arbeitsbedingungen in den oberfränkischen Förderschulen. Es gelinge zwar noch nach wie vor, alle vom KM genehmigten Stellen an den Förderzentren zu besetzen. Zunehmend komme es jedoch immer mehr zu fachfremd Beschäftigten und Quereinsteigern. Dies führt zu weiterer Arbeitsbelastung im angestammten Kollegium. Er dankte in diesem Zusammenhang allen Beschäftigten, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Für die nächsten Jahre gibt es zudem weitere Belastungsfaktoren:
- Trotz vermutlich weiter steigender Schülerzahlen wird es im kommenden Schuljahr keine Stellenmehrung geben.
- Sinkende Studierendenzahlen im Bereich Sonderpädagogik werden auch für die Zukunft weiterhin die Rekrutierung fachfemder Kräfte nötig machen.
- Dem oft geäußerten Wechselwunsch zwischen den Regierungsbezirken könne leider oft nicht entsprochen werden, weil beispielsweise sehr viel mehr Lehrkräfte nach Unterfranken wechseln wollen, als umgekehrt nach Oberfranken. Er bat in dieem Zusammenhang um Geduld und Verständnis, da ja alle Schüler in allen Regionen ein Anrecht auf gleiche schulische Lernbedingungen und gute Lehrkräfteversorgung haben.
Den Abschluss des Personalversammlung bildeten kurze Infoblöcke einzelner Personalräte, die schwerpunktmäßig einzelne Themen der aktuellen Personalratsarbeit beleuchteten. Folgende Punkte wurden dabei angesprochen:
- Was ist der Sinn und Zweck einer Überlastungsanzeige, und wie sollte man dabei vorgehen?
- Welche Neuerungen gibt es bei der Regelbeurteilung?
- Warum ist das "richtige Lesen" einer Bezügemitteilung wichtig und was kann bei der richtigen Bemessung der Bezüge schief laufen?
- Welche Möglichkeiten zum vorzeitigen Ruhestand gibt es derzeit?
- Wie sind die neuen Bestimmungen zur Probezeitbeurteilung?
- Wie ist die Umsetzung der Tarifabschlüsse zum TV L auf Beamte?
- Wie kommt man in den Genuss der Amtszulage und welche Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein?
Zum Abschluss der Veranstaltung standen die einzelnen Personalräte mit ihren vorgetragenen Themen zum vertiefenden Gespräch und für weitere Nachfragen zur Verfügung. Hiervon wurde je nach Interessenlage der Besucher reichlich Gebrauch gemacht.






